Chronik der Feuerwehr Bonsweiher ab 1934
Die Chronik der Feuerwehr Bonsweiher reicht bis ins Jahr 1934 zurück. Damals rief der amtierende Bürgermeister Mader zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr auf. Es meldeten sich 40 Männer, die bereit waren Hilfe am Nächsten zu leisten.
1939 wurde der Aufbau der Feuerwehr jäh durch den Ausbruch des 2 Weltkrieges unterbrochen. Diejenigen die noch zu Hause waren, bekamen den Feuerwehrdienst von den Alliierten verboten. Dadurch wurde eine Pflichtwehr gegründet.
1951 wurde das totgeglaubte Kind "Feuerwehr" wieder zum Leben erweckt. Nicht weniger als 45 Männer waren bereit, erneut eine Feuerwehr zu gründen und dieser beizutreten.
In guter Zusammenarbeit zwischen Wehr und Gemeinde wurden Zug um Zug all diese Gegenstände beschafft, die erforderlich waren. Dabei soll natürlich nicht vergessen werden, das bereits damals die Feuerwehr selbst einen nicht unerheblichen Anteil bei der Beschaffung leistete. Dies gilt übrigens heute noch so. Das schönste Geschenk in diesen Tagen, war die Beschaffung einer TS 8/8 im Jahre 1955.
Die wesentliche Erleichterung durch den Einsatz solch einer Pumpe konnte die Wehr am 14. Juni 1962 beim Brand des Anwesen Höfle auf der Juhöhe eindrucksvoll unter Beweis stellen. Aus diesen Geschehnissen lernend wurde 1965 die Löschgruppe Juhöhe gegründet. Im Jahre 1973 konnte die Wehr dann voller Stolz ihr erstes eigene Feuerwehrfahrzeug ein TSF in Empfang nehmen. Durch dieses Fahrzeug (ein Ford Transit) eröffnete nun ganz neue Perspektiven. Die Wehr wurde dadurch mobil und äußerst flexibel. Anfahrtswege wurden verkürzt und der Brandschutz deutlich erhöht. Großes Lob wurde damals der Gemeinde Mörlenbach zuteil. Mit dem neuen Fahrzeug kam dann das nächste Problem - wohin mit dem Fahrzeug - ein Gerätehaus mußte her.
Im Februar 1974 wurde der erste Spatenstich für das neue Gerätehaus gemacht, welches ganz in Eigenleistung gebaut und fertiggestellt wurde. 1980 wurde dann der alte Schulsaal zu einem aufenthalts- und Schulungsraum ausgebaut. 1981 sollte ein weiterer dringender Wunsch der Wehr in Erfüllung gehen. 4 Atemschutzgeräte wurden durch die Gemeinde Mörlenbach übergeben. Ebenfalls im Jahr 1981 wurde die Frauenwehr gegründet. Sie bestand damals aus 15 Frauen. Aus der anfänglichen Skepsis heraus hat sich diese Truppe bis heute bewährt. Die Initiative kam von den Frauen selbst, heute sind sie aus dem Feuerwehralltag kaum noch wegzudenken, ist doch durch Sie der Brandschutz über Tage gewährleistet.
Im Jahre 1982 wurde ein Mannschaftstransportwagen kurz MTW angeschafft. Dieser musste allerdings 1986 aus Altersgründen ausrangiert werden. Mit Hilfe eines Darlehens der Gemeinde Mörlenbach und einem nicht unerheblichen Eigenanteil der Wehr konnte im gleichen Jahr ein nagelneuer Bus angeschafft werden. Dieser versieht noch heute seinen Dienst in der Wehr.
Das Jahr 1990 brachte VIVIAN und WIBKE. Diese nie dagewesenen Stürme brachten die Feuerwehr Bonsweiher in der Nacht vom 28.2.1990 in arge Bedrängnis. Während Räumarbeiten auf der L3120 brach plötzlich und unvermindert der Sturm in voller Macht wieder los. Beide Fahrzeuge wurden von umstürzenden Bäumen getroffen. Das TSF erhielt einen "Volltreffer", der Bus wurde erheblich beschädigt. Man konnte von Glück reden das keinerlei Personen verletzt wurden. Somit stand die Wehr ohne Einsatzfahrzeuge da und Mörlenbach-Mitte mußte den Brandschutz übernehmen. Durch intensive Bemühungen seitens der Wehr, der Gemeinde und des KBI konnte bereits am 01.09.1990 in Korbach ein neues TSF übergeben werden.
In das System der "Stillen Alarmierung" wurde die Wehr 1991 eingebunden. Alarmmeldungen wurden jetzt nicht mehr telefonisch übergeben, sondern über so genannte Piepser (Funkmeldeempfänger). Mit diesem System sind die Wehrmänner und Frauen überall erreichbar.
1995 sollte es dann endlich soweit sein. Ein TSF-W wurde angeschafft. Damit wurde die Wehr in die Lage versetzt noch schneller und effektiver zu helfen.
Zum heutigen Zeitpunkt sind rund 40 Aktive Frauen und Männer in der Feuerwehr Bonsweiher aktiv um den Brandschutz für Ihr Dorf, Ihre Mitmenschen und nicht zuletzt sich selbst, sicherzustellen.

